Ionisator aus elektor 09/2003

Nicht fluchen – Hilfe suchen

Ionisator aus elektor 09/2003

Postby maxmustermann » Fri Jul 13, 2018 6:04 pm

Hallo. Auf Seite 70 wird eine kleine und nicht ganz ungefährliche Schaltung mit nicht gleich tödlicher Hochspannung gezeigt.Nun, ich habe diese Schaltung sofort auf eine Lochrasterplatine draufgelötet und .... nichts passiert. Kein Zischen, keine Korona und vor allem kein Ionengeruch. Kann mir jemand sagen woran das liegt? Muß es zischen? Leuchten? Riechen? und Funkenüberschläge machen wenn man etwas Eisernes dicht dran hält?

Hier kann man alles gut erkennen, nur die verwendeten Bauteile nicht. Die wurden auch im Artikel nichtrichtig beschrieben
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Re: Ionisator aus elektor 09/2003

Postby maxmustermann » Sat Jul 14, 2018 10:08 am

Update: Der Ionisationsapparat funktioniert glaube ich ein bisschen ... dabei stößt er vermutlich nur ein Ion pro Sekunde ab. Ich habe beim Durchsehen des zweiten Bildes eine Unterbrechung des Stromkreises entdeckt. Und zwar direkt am Anfang, am Ende des schwarzen Kabel das an der Netzteilbuchse hängt. Diese Lötstelle muß alles miteinander verbinden, hat sie aber nicht.

Jetzt habe ich mit zwei, zwei Meter langen Messkabeln und Krokdilklemmen die Spannung direkt vor dem Eintreten in die Trafos gemessen. Eine Klemme habe ich an Pin 7 des oberen Trafos angeschlossen (-) und eine am unteren Trafo, an Pin 6. (+) Dabei habe ich eine Spannung von 0,16 Volt angezeigt bekommen.

Weiter komme ich von selbst aber nicht. Außer das zum Beispiel ein Transistor nicht durchschaltet und deswegen so ein bisschen Spannung übrigbleibt.
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Re: Ionisator aus elektor 09/2003

Postby maxmustermann » Sun Jul 15, 2018 6:47 pm

Vielleicht stelle ich zu komplexe Fragen. Vielleich dann diese Zusatzfrage:

Als schnelle Hilfslösung, um endlich in den Genuss von keim- und feinstaubfreier Luft kommen zu tun, dachte ich mir ein AC-Netzteil zu kaufen das 9VAC ausspeist, um diese dann direkt in die Transformatorkaskade zu leiten. Das bedeutet ich löte die Verbindungen (Pin6 des 2ten Trafos und Pin 9 des ersten Trafos) zu der DC-Schwingungwechselschaltung ab
und hänge direkt das Netzteil dran. Ich habe bisher nur 12VAC liefernde Netzteile gefunden, diese könnte ich aber mit einem Widerstand (ich muß noch kalkullieren wie groß dieser sein muß) auf 9V runtersteppen.

Geht das denn?
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Re: Ionisator aus elektor 09/2003

Postby maxmustermann » Mon Jul 16, 2018 5:09 pm

... man könnte auch den fehlerträchtigen vibrierenden Schwingungsteil der Schaltung (also der vor den Transformatoren) auch durch diese Ersetzen?

Astabiler Multivibrator mit NE555:
Oszi_555.GIF
Oszi_555.GIF (2.9 KiB) Viewed 422 times


Auch ein Thema: Zum schwingenden Spannungsübertrag auf die Sekundärspule des Trafos, braucht man viel Bewegung im Strom. Also entweder Wechselstrom oder eine pulsierende Gleichspannung, die durch den Multivibrator erzeugt wird. ABER, wieso funktioniert das denn hier:
15kv-Generator.jpg


( https://www.ebay.de/itm/15KV-3-7V-High-Voltage-Inverter-Generator-arc-Cigarette-Lighter-Coil-Module-Kits/272859249049?_trkparms=aid%3D222007%26algo%3DSIM.MBE%26ao%3D2%26asc%3D43784%26meid%3D37221c7312e842b3bef0ec7af004e081%26pid%3D100623%26rk%3D3%26rkt%3D6%26mehot%3Dpp%26sd%3D272859251414%26itm%3D272859249049&_trksid=p2047675.c100623.m-1 )
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Re: Ionisator aus elektor 09/2003

Postby maxmustermann » Wed Jul 18, 2018 2:11 pm

Recht herzlitschen Dank für die zahlreichen Hilfestellungen. Ich wusste genau das es sinnvoller ist sich eine renommierte Zeitschrift zu kaufen, als sich kostenlos einen Schaltplan irgendwo aus dem Internet zu saugen. Ich glaube der Apparat funktioniert jetzt. Er gibt jedenfalls so surrende, etwas ins Pfeiffenhafte tendierende, Geräusche von sich. ABER keine Korona, Blitze oder so. Und riechen tue ich auch nichts Ozonmäßiges.
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Re: Ionisator aus elektor 09/2003

Postby maxmustermann » Thu Jul 19, 2018 9:53 am

Doch noch eine Frage! Die ist aber wirklich bestimmt ganz einfach für Fachleute und vollkommen unverfänglich.

Ich habe bei meiner Ionisator-Schaltung die Messstrecke weggelasen, da ich nicht mal ein Multimeter habe was 1000 Volt aushält. D.h. die Widerstände R7 bis R12 und auch die Verbindung/Leitung/Leiterbahn. Jetzt habe ich etwas gefunden was es mir für wenig Geld vielleicht ermöglicht die hohe Spannung direkt zu messen. Und zwar mit einem analogem Volteter das bis 30KV geht. Aber wie schließe ich es richtig an damit nichts explodiert oder so.

Das hier ist gemeint: Hier klicken (Voltmeter)
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Re: Ionisator aus elektor 09/2003

Postby maxmustermann » Thu Jul 19, 2018 9:58 pm

Ich fürchte fast das der Layouter die ausgangsseitige Schaltungshälfte etwas verdreht hat. Gebraucht wird nämlich folgendes:

Feldionisation (FI)
Bei der Feldionisation werden Moleküle in einem elektrischen Feld mit einer hohen Feldstärke ionisiert. Hohe Feldstärken lassen sich erreichen, indem die Anode aus einem Metalldraht mit einer Spitze besteht oder besser indem der Metalldraht mit zahlreichen Spitzen (Mikronadeln aus Graphitdentriten) versehen ist. Zwischen der Anode und der Kathode als Gegenelektrode liegt eine Spannung von einigen tausend Volt an. Die Probe wird im gasförmigen Zustand zugeführt. Die Ionisation findet sowohl im Raum zwischen den Elektroden als auch an der Oberfläche der Anode statt. Bei dieser Methode werden die Moleküle nur wenig fragmentiert. Hierdurch lassen sich auch gut Gemische untersuchen. Ein Beispiel ist die Untersuchung von Pyrolyseprodukten hochmolekularer Substanzen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ionenquelle

Daraus tut sich folgende Änderung an der Kaskade ergeben:
Villardschaltung.gif
Villardschaltung.gif (4.61 KiB) Viewed 383 times
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Re: Ionisator aus elektor 09/2003

Postby maxmustermann » Sat Jul 21, 2018 6:35 pm

Simulation sei Dank. Die hat wenigstens eine Antwort.

Richtig:
richtig.png


Falsch:
falsch.png
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Re: Ionisator aus elektor 09/2003

Postby maxmustermann » Sun Jul 22, 2018 3:36 pm

Bildschirmfoto.png


Script für Circuit Simulator v1.6i (pur Java-Version):
555Timer+6fache Villard-Schaltung.txt
(1.97 KiB) Downloaded 7 times

(Postfix enfernen .txt)
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Re: Ionisator aus elektor 09/2003

Postby maxmustermann » Sun Jul 29, 2018 10:16 am

Gefährlichkeitshinweis:
Die Trafoausgangsspannung kann 15000 Volt betragen. Ein Kontakt ist bestimmt nicht ungefährlich. Ein Kondensator wird mit der Spannung aufgeladen die man ihm zuführt und ist, je nach Kapazität noch einige Zeit nach dem abschalten der Stromzufuhr geladen. Ich habe z.B. vor dem Anfassen den Kondensator entladen, also mit einem Draht auf dem schon Zinn war kurzgeschlossen (kann u.U. auch gefährlich sein) Das Zinn hat sich dabei mit dem Kondensatorbein verbunden.


Ich habe mich erstmal für die chinesische Billigmethode Ionen zu Emittieren entschieden. Die abenteuerlich aufgebaute Versuchsanordnung habe ich mal photographiert. Der Sperrwandlerbausatz, der aus 3,7 bis 4,2 Volt 15KV macht, kostet nur 1,50€. Dann braucht man noch 2CL72 Dioden, die bis 10KV spannungsfest sind, von denen man je nach zugeführter Eingangsspannung eine bis drei in Reihe schalten muß. Bei mir ist der rote Draht scheinbar nicht Plus, weil ich die Diode mit der Kathodenseite zum Trafo zeigend einlöten mußte, damit die Entladungen nicht im Trafo stattfinden. Weiterhin ist noch ein 50KV 222M Kondensator parallel eingelötet. Ohne diese beiden zusätzlichen Bauteile funktioniert das Ionisieren bei mir nicht. Das Minuskabel habe ich an das mittlere Teil mit den vielen Spitzen gelötet und das andere an das Blech das links und rechts davon ist. Im Dunkeln kann man die Spitzen Blau-Lila leuchten sehen und zwischen diesem "Sägeblatt" und den anders gepolten Blechen an der Seite bildet sich ein magnetisches Feld das Ionisieren tut. Ich hoffe diese Ausführungen sind richtig ... Bei mir funktioniert das ganze bei 3 Volt. Deswegen erstmal noch dieser regelbare DC-DC-Wandler. Mehr Volt geht natürlich auch, wobei es etwas lauter wird und die geruchliche Präsenz deutlich steigt und irgenwann wahrscheinlich alles qualmen tut. Der chinesische Verkaufer meint das es für den Dauerbetrieb in Epoxy gegossen werden muß. Ich weiß aber nicht warum. Ich habe nur ein passend zugeschnittene Stück einer abgelaufenen Visakarte zwischen die beiten Wicklungen geschoben um eine physikalische Verbindung der Wicklungen zu verhindern.

NACHTRAG: Bei diesem Bausatz muß man das richtige dicke und dünne Kabel der beiden Sekundärwicklungen verbinden, sonst ist das Ergebnis 0 Volt. Im Netz findet man Tipps wie man Trafos richtig parallel und in Reihe schaltet.

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