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Profiler-Ergänzungen

Fragen, Erfahrungen und Tipps – von Lesern für Leser

Postby pk1 » Sun Jun 15, 2008 12:00 am

Hallo Profiler,

nachdem viele Grundsatzthemen zur Profiler-Fräse hier im Forum hinreichend abgeklopft wurden, möchte ich eine neue Runde mit "Erweiterungsbauten am Profiler" eröffnen:

Bild 1 zeigt eine kleine Schleifvorrichtung, um HM-Isolationsfräser aus abgebrochenen 0,8 mm-Bohrern herzustellen.

Bild 2: Ein zweiter zusätzlicher Mikroschalter schaltet Spindelmotor und Staubabsaugung ab, sobald das Portal in die Nähe der Höhen- und Frästiefentaster kommt. Der erste Mikroschalter ist an der Z-Achse angeordnet und sorgt für Ruhe in der Z-Home-Position. Beim Anfahren eines Tasters ist es schon mal passiert, dass der Fräskopf mit abgeschaltetem Motor verfuhr und beim automatischen Absenken auf den Messtaster der Motor wieder losheulte und den Taster anfräste. Damit ist jetzt Schluss!

Bild 3: Der Tiefenregler hat jetzt eine justierbare Hundertstel-Anzeige

Bild 4: Aus einer Billig-WebCam (640x480) und einigen Schrott-Teilen entstand eine Lupen-Messkamera, mit der Platinen nicht nur sehr genau kontrolliert, sondern mit Hilfe des Programms "Centrecam 12" auch präzise vermessen werden können. Das Unterflurlicht erlaubt einen "Röntgenblick" zumindest bei einseitigen Platinen, das schräg positionierbare Drauflicht erzeugt im Gegensatz zum Ringlicht sehr räumlich wirkende Bilder.

Gruß

Peter
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Postby pk1 » Sun Jun 15, 2008 12:00 am

... Bild 4
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Postby pk1 » Sun Jun 15, 2008 12:00 am

... es folgen einige Beispielbilder zur Kamera:

1. Übersichtsbild mit normaler DigiCam: Zwei Platinen gleichen Inhalts mit 0,8 mm Leiterbahnbreite (große Variante) und 0,25 mm Breite (kleine Variante).

2. Ausschnitt aus der kleinen Varianten mit Drauflicht. Es handelt sich um die zweite Bohrung links unten vom linken IC.

3. dto. mit zusätzlichem Durchlicht.

4. dto. nur Durchlicht.
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Postby pk1 » Sun Jun 15, 2008 12:00 am

... und hier das 4. Bild
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Postby pk1 » Sun Jun 15, 2008 12:00 am

... und noch zwei:

1. Hier werden die nachgeschliffenen Fräser an Platinenresten manuell getestet. Die Spindel ist das Handstück einer Proxxon-Biegewelle, die von einem Feinbohrschleifer angetrieben wird. Mit einer Feinzustellung kann die Frästiefe verändert werden. Das Ding eignet sich auch sehr gut zum händischen Platinenbohren, was dank Profiler nur noch selten nötig ist.

2. Ein Vorschlag für Leute, die häufiger mal den Spindelmotor wechseln: Eine Feuchtraumsteckdose auf der Rückseite der blauen ColinBus-Abdeckung und ein kurzes Spiralkabel an allen Spindelmotoren erleichtern das Gefummel ungemein.
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Postby skyrapper » Mon Jun 16, 2008 12:00 am

Hallo Peter,

vielen Dank für die Bilder.
Soviel handwerkliches Geschick ist beneidenswert!

Kannst Du mir sagen, wie Du bei Deinem Tiefenmesser das Werkzeug so einlegst, dass bei der Einstellung 0 der Stichel auch wirklich genau gerade nicht unten rausguckt?

Gruß
Michael
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Postby pk1 » Mon Jun 16, 2008 12:00 am

Hallo Michael,

was dem einen seine "harte Ware", ist dem anderen seine "weiche"!

Kannst Du mir sagen, wie Du bei Deinem Tiefenmesser das Werkzeug so einlegst, dass bei der Einstellung 0 der Stichel auch wirklich genau gerade nicht unten rausguckt?


Der Fräser wird bis zu seinem Anschlagring in die Spannzange gesteckt und festgezogen. Die Fräserschneiden haben dann einen Abstand von ca. 15 mm vom Spannzangenfutter. Ich habe alle Fräser in etwa so justiert. Danach fährt der Fräskopf mit montiertem Tiefenregler auf einen Messfühler, wo der genaue 0-Abgleich stattfindet: Dieser Fühler besteht aus einem senkrecht stehenden Metallzylinder und einem darin federnd gelagerten Kolben. Beide fluchten oberseits völlig plan. Der Gleitring des Tiefenreglers sattelt auf dem Zylinderteil auf, die Fräserspitze zielt auf den Kolben. Der Frästiefeneinstellring wird jetzt so weit verdreht, bis gerade ein elektrischer Kontakt zwischen dem geerdeten Fräser (er ist über die modifizierte Fermspindel mit dem Schutzleiter verbunden) und dem Kolben zustandekommt. Bei der geringsten Berührung gibt eine kleine Schaltung (akustisches Ohmmeter) Signal. Da der Kolben federnd gelagert ist, wird der Fräser nicht beschädigt, wenn er beim Anfahren der Messstelle mal zu weit rausragen sollte. Dieses Verfahren ist sehr genau und eignet sich auch zur Fräserlängenvermessung.

Gruß

Peter
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Postby pk1 » Mon Jun 16, 2008 12:00 am

... und so sieht das aus:

1. Der Messfühler

2. Eine kleine Vorrichtung zum Justieren der Fräserringe
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Postby pk1 » Mon Feb 23, 2009 12:00 am

Hallo Profiler,

nach längerer Pause stelle ich hier eine neue Ergänzung zur Fräse vor:

Der Nachfolger der Ferm-Spindel ist eine Eigenbaulösung, basierend auf einem NanoTec-BLDC-Motor (bürstenloser 48V-Drehstrommotor) und einem Maxon-Controller, der als Frequenzumrichter dient. Die Spindel selbst stammt von Proxxon und hat Spannzangen mit 3mm, 1/8", 6mm, 1/4", und 8mm zu bieten.
Die Grundidee dazu stammt von Christoph Selig (einfach-cnc).

Abgesehen von der sehr gut über Hall-Sensoren wirkenden Drehzahlregelung läuft der Motor sehr leise und - nach dem Feinwuchten - vibrationsarm und wegen der vorgespannten Lagerung spielfrei. Weitere Einzelheiten kann ich bei Bedarf berichten.

Zwei Nachteile sollen nicht verschwiegen werden: Das Teil ist recht schwer und teuer geworden.

Gruß

Peter
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Postby boeingbrown » Mon Feb 23, 2009 12:00 am

Hi Peter,

I'm really very impressed !

It's hard to beleive that this IS a Profiler.
Your technical skills are beyond the horizon of much people (speaking about myself ...) but it good to see these things because it is VERY stimulating for your own intend to perfection.

Congrats !

Hessel
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