Beschriftungen auf Alu-Frontplatten

Fragen, Erfahrungen und Tipps – von Lesern für Leser

Postby root9999 » Wed Aug 31, 2011 12:00 am

Hallo Experten,

da ich demnächst eine Frontplatte fräsen will, habe ich jetzt einen kleinen Test gemacht um zu sehen, wie die kleinsten Schriftzüge nach dem Fräsen aussehen.
Generell scheint es ok zu sein weil sie lesbar sind und aus einer "normalen" Entfernung auch sauber aussehen, aber in Vergrößerung ist das Ergebnis IMHO sehr unsauber und vor allem die Buchstaben-Kanten regen über die Frontplatten-Oberfläche hinaus. Ich hoffe, man kann auf dem Bild etwas erkennen.
Die Großbuchstaben haben die Höhe von 2mm und wurden mit dem Profiler+Galaad mit einer Tiefe von 0,15mm und 40000 rpm mit der 30° VHM-Frässtichel von Sorotec und mit dem Fenella Kühlschmierstoff von maschinen-werkzeuge.com gefräst.

Ich denke in diesem Fall liegt es ausnahmsweise nicht am Profiler.
Hat jemand einen Tipp wie ich hier das Ergebnis verbessern kann?
Gibt es vielleicht eine bessere Stichel für diese Aufgabe?
Wäre evtl. die "VHM-Gravierstichel 15° 0,1mm" von Sorotec besser geeignet?

mfG. Jarek
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Postby pk1 » Thu Sep 01, 2011 12:00 am

Hallo Jarek,

mit einem 40°-Stichel habe ich bei deutlich geringerer Drehzahl und moderatem Vorschub auch ohne Schmierung/Kühlung gratfreie Gravuren in gut zerspanbaren Alutafeln (AlCuMgPb) erhalten. Reines Aluminium ist für Gravuren kaum geeignet.
Ich würde den Gravurversuch mit unterschiedlichen Spindeldrehzahlen (5000, 10000, 15000 min-1) und Vorschüben (150 - 300 mm/min) wiederholen und auch einmal eine Spiritus-Wasser-Kühlung ausprobieren.
Schließlich könnte auch die Alusorte verändert werden.
Voraussetzung für reibungsarme Gravuren ist auch ein Stichel mit scharfer Schneide.

Gruß
Peter
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Postby root9999 » Fri Sep 02, 2011 12:00 am

Danke für die schnelle Antwort.
Die Art der Legierung ist mir nicht bekannt. Die Frontplatte ist ein Teil eines Gehäuses und hat bereits die richtigen Abmessungen sowie beidseitig eine eloxierte Oberfläche. Der Hersteller schreibt nicht was es für eine Legierung ist. Für ein einfaches Blech ist es allerdings sauteuer, sodass ich zuerst eine Probe mit einem anderen Blech machen wollte.
Die Durchbrüche mache ich mit einem 1mm Einschneider mit den gleichen Parameter (RPM, Vorschub und Tiefe (in mehreren Durchgängen)) und die Schnittkanten sind perfekt. Das würde eher für eine RPM-Erhöhung sprechen um die gleiche Umlaufgeschwindigkeit zu erreichen, oder?
Da habe ich allerdings nicht mehr viel Luft...

lG. Jarek
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