ATX-Netzteil für die Werkbank

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Postby woldig » Thu Aug 22, 2013 12:00 am

Es schein durch Urlaubs- und Ferienzeit wird das Forum etwas vernachlässigt, Anlaß für mich das Thema ATX-Netzteil-Recycling erneut aufzugreifen. In meiner Freizeit baue ich u.a. Modellschiffe. Für dieses Hobby benötige ich stabile und kräftige Gleichspannungen auf der Werkbank, 5V für den Empfänger und 6V oder 12V für Motoren oder weitere Funktionen. Außerdem wird eine regelbare Spannungsquelle z. B. für die verschiedensten Leuchtdioden benötigt. Ein ATX-Netzteil erschien mir für meinen Bedarf ideal geeignet.

Vorwort:
Ich habe mir sagenlassen, es gibt Leute die das Internet nach Gesetzesverstößen durchforsten um dann z. B. Abmahnungen zu verschicken und/oder Schadensersatzansprüche anzumelden.

Ich weise ausdrücklich darauf hin, die nachfolgenden Texte sind KEINE Bauanleitung sondern meine Beschreibung wie ich ein ATX-Netzteil für meine Zwecke nutze!

Sollte jemand einen Nachbau anfertigen so macht er dies in Eigenverantwortung. Ich schließe jegliche Garantie, Haftung und/oder Schadensersatzansprüche aus welche durch Nachahmung (Nachbau) entstehen oder entstanden sind.

Diese Einleitung ist unschön, - aber leider unvermeidlich!

In meinen Regalen befanden sich bereits ATX-Netzteile, Meßgeräte, Lastwiderstände und Spannungsregler für ein solches Projekt. Mir fehlten nur ein passendes Gehäuse und eine Anzahl Polklemmen. Das Gehäuse kaufte ich im Baumarkt und die Polklemmen sind vom Fachhandel. Zunächst habe ich das Gehäuse für den Einbau des Netzteils modifiziert. Es entstanden ferner die Öffnungen für Meßgeräte, Bohrlöcher für Schalter, Potentiometer, Polklemmen und Isolationsstützen für die Belastungswiderstände und für eine Regelplatine. Dann hat das Gehäuse eine andere Farbe aus der Spraydose erhalten. Anschließend wurde verdrahtet, ohne jeden Eingriff in das ATX-Netzteil. Ich nutzte Verlängerungskabel, wie sie in Computern vom Netzteil zu den Verbrauchern geführt werden. Ein Ende der Kabel habe ich an das Netzteil gesteckt und am anderen Ende die Stecker abgetrennt. Die losen Enden der Verlängerungen dienten zur Verdrahtung im Gehäuse. Damit ist das Netzteil unbeschädigt und kann jederzeit schnell und zerstörungsfrei wieder entnommen werden.

Mein Stromversorgungsgerät deckt meinen Bedarf ab, begleitet mich störungsfrei schon seit einigen Jahren, ist handlich und besteht überwiegend aus vormals verwendeten Bauteilen. So stammt z. B. das Voltmeter aus einem alten Ottomotorprüfgerät und könnte durch Meßbereichserweiterungen für Strom- und Widerstandsmessungen modifiziert werden. Das Gesamtgerät wird mittels ATX-Schalter geschaltet, d. h. es läuft nie im Standby-Betrieb und eine gesonderte Adapterplatine ist nicht notwendig!

Gruß, woldig
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Postby thomas scherer » Sun Aug 25, 2013 12:00 am

Nett.Womit hast Du denn die einstellbare Spannung gemacht?
Das große Drehspulinstrument ist interessant. Da würde sich fast eine selbstgemachte Skala für rentieren.
thomas scherer
 
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Postby woldig » Mon Aug 26, 2013 12:00 am

Hallo Thomas!

Auch der Spannungsregler ist ein älterer Baustein. Er trägt asiatisch Beschriftung und regelt zwischen etwa 1,2V bis 7,5V. Der Regler arbeitet linear, d.h. keine PWM. Belastet habe ich ihn bisher nicht über 3A, da ich gemütliche Dampfer baue in denen keine Stromfresser eingesetzt werden.

Zur Scala, sie ist für meine Zwecke ideal beschriftet, siehe: Anlage!

Gruß, woldig
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